Gilmore Girls

5 Gründe, warum ich von Rory Gilmore enttäuscht bin

***Achtung SPOILER – nur lesen, wenn du “Gilmore Girls – A year in the life” schon gesehen hast oder gar nicht sehen willst***

Liebe Rory,

seit ich dich, deine Familie und alle schön-schrägen Charaktere von Stars Hollow vor etwa 15 Jahren im Fernsehen kennenlernte, mochte ich dich immer sehr. Ich mochte dich, weil du so gerne liest. Ich mochte dich, weil du bescheiden warst und lieb und nachdenklich. Dir war immer wichtig, wie es anderen geht, du warst fair und hattest ein sehr ausgeprägtes Moralempfinden. Erinnerst du dich, du hast sogar die nächtlichen Coco Puffs im Frühstücksraum der Yale University bezahlt! Du wolltest gern gemocht werden von anderen und konntest es nur schlecht ertragen, wenn jemand auf dich böse war oder schlecht über dich dachte. Du warst immer sehr zielstrebig, wolltest erfolgreich sein, hattest große Vorbilder und warst unheimlich organisiert. Deine Pro-und-Kontralisten sind legendär!

Nun, all diese Charaktereigenschaften sind dir acht Jahre nach Serienende ganz offensichtlich alle (ALLE!) verloren gegangen. Ich habe das Netflix-Revival “Gilmore Girls – A year in the life” gesehen und bin seitdem vor allem von dir sehr enttäuscht.

Warum ich von dir enttäuscht bin, Rory?

1) Du hast einen Freund, Paul, den du wie Müll behandelst, der dich nicht interessiert, den du ständig vergisst. Und statt mit ihm Schluss zu machen, schleifst du ihn mit durch dein Leben und lässt ihn am ausgestreckten Arm emotional verhungern. Ist das dein Ernst, Rory? Warum bist du nicht mehr nett und anständig zu anderen?

2) Du hast eine Affäre mit Logan, der mit einer anderen Frau verlobt ist. Du schläfst mit ihm, rufst ihn nachts an, bist beleidigt wenn er dich im Hotelzimmer empfangen will anstatt sich mit dir in seiner Wohnung zu treffen. Hast du von deinem Fehltritt mit Dean damals nichts gelernt? Wo ist deine Moral geblieben? Und dein Selbstwertgefühl? Meinst du nicht, du hast jemand Besseren verdient als ein reiches Arschloch (sorry, Logan – aber was anderes bist du in “A year in the life” nicht!), das seine Verlobte extrem lässig und wie selbstverständlich hintergeht? Ich könnte kotzen!

3) Du hast deine Ambitionen, Prinzipien und deinen Stolz offensichtlich an irgendeinem Flughafen liegen gelassen. Rory, erinnerst du dich nicht mehr? Du bist unglaublich belesen und gebildet, du wolltest eine neue Christiane Amanpour werden! Bisher hast du immer für deine Ziele gekämpft, knallhart, hast ganze Nächte durchgelernt, hast Professoren bequatscht, Beziehungen genutzt. Und jetzt? Mit 32 bist du eine freiberufliche Autorin die ihr Leben in Umzugskartons gepackt hat, keine eigene Wohnung hat, kein Geld, keine Unterwäsche, keine originellen Ideen, keine Pläne, keine Vorbilder… Dein einziges Ziel ist, ein Meeting mit Condé Nast zu bekommen? Ach komm, du bist doch viel zu gut für die GQ! Und dass du ausgerechnet um die Hilfe von Mitchum Huntzberger bittest, war zuviel für mich… wo ist dein Stolz geblieben, Rory??

4) Du trinkst zu viel. So wie ich dich kannte warst du eher ein solider Typ Mädchen. Du hast hier und da schon mal getrunken. Ich erinnere mich gerne an deinen selbstbewussten Griff zur Champagnerflasche, kurz bevor du Logan zum ersten Mal geküsst hast. Oder an den Spring Break Trip, wo du ein bisschen beschwipst mit Dean telefoniert hast. Aber in den vier Revival-Folgen plötzlich greifst du ständig zu hartem Alkohol. In großen Schlucken kippst du dir zur Mittagszeit Whiskey pur hinter die Binde. Sorry, aber das passt nicht zu dir.

5) Du bist nicht mehr bescheiden, nicht mehr das nette Mädchen von nebenan – du bist jetzt arrogant. Ich kann mich echt nicht mit deiner neuen, “erwachsenen” Art anfreunden. Du jettest ständig nach London (mit welchem Geld?). Du liegst lazy und luxuriös gestylt am Pool und lässt dir von kleinen Jungs Luft zufächeln. Du bist genervt von der Tante, die dich gern in ihrem Redaktionsteam haben möchte. Ach, bist du so viel besser als die Autoren von so einem Online-Magazin? Woher hast du nur plötzlich diese Attitüde?

Ich bin insgesamt sehr enttäuscht von den neuen vier Folgen “Gilmore Girls”. Aber besonders von dir, Rory. Warum bist du so von deinem Pfad abgekommen? Was ist mit deinen Träumen passiert? Es fühlt sich ein bisschen so an, als hätte ich eine alte Freundin verloren…

12 von 12 im Juni 2016

Hier sind meine “12 von 12″, also zwölf Alltagsfotos vom 12. Juni. Viele hundert weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieser monatlichen Fotoaktion findet ihr im Blog “Draußen nur Kännchen“.

Der 12. Juni war ein regnerischer Sonntag, den die ganze Familie eher langweilig ruhig verbracht hat. Zunächst gab es ein leckeres Frühstück mit Broten und Obstquark, dann – wie jeden Sonntag – die “Sendung mit der Maus” für die großen Kinder. Als ich mich mit unserem müden neugeborenen Sprössling lesend aufs Bett legte, kam das große Maibrüderchen mit seiner Babypuppe dazu und schlief gleich mit ein. Na sowas!

Das Frollein freute sich sehr darüber, weil ich somit etwas Zeit hatte, um mit ihr und ihren Barbies zu spielen. Irgendwann wurden die Jungs wieder wach, ich kochte das Mittagessen und sprang danach mit Baby unter die Dusche. So schön frisch und sauber zog ich ihm das erste Mal ein von meiner Schwester selbstgestrickte Wollhöschen an – so süß!

Der Mann durfte in Ruhe seine Sonntagszeitung lesen, bis ich ihn dann doch nachmittags mal mit den Kindern vor die Tür schickte: zu einem Pfützenspaziergang mit Gummistiefeln.

Später kam sogar noch mal richtig die Sonne raus und wir konnten für ein oder zwei Stündchen in den Garten gehen. Die Kinder spielten Fußball, Hubschrauber, bauten sich eine Höhle und halfen bei der Gartenarbeit mit. Wunderbar! Als alle im Bett waren schaute ich noch den Anstoß unserer Mannschaft und ging dann bald ins Bett. Babynächte und so… Zzzzzzzz.

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Meine Einkaufsliste für Geburt und Wochenbett

Via Twitter wurde ich gefragt, ob ich meine Basis-Ausrüstung für die Geburt und das Wochenbett mal aufschreiben könnte. Ein wichtiges Thema, denn vor und nach einer Geburt brauchen (nicht nur) die “Lady Parts” eine besondere Pflege. Darum bestelle ich 5-8 Wochen vor dem Entbindungstermin bei einer Online-Apotheke diese oder ähnliche Pflegeartikel für mich:

Geburtsvorbereitend: 

  • Himbeerblättertee (frühestens ab der 34. Woche empfohlen)
  • geschrotete Leinsaat
  • Damm-Massageöl von Weleda
  • meistens auch noch eine 2. Flasche Weleda Schwangerschafts-Pflegeöl für die letzten Wochen

Für die Zeit im Krankenhaus: 

  • Reines Lanolin (als Brustwarzensalbe)
  • ausreichend Einmal-Slips (z.B. von Hydras, dann aber 2-4 Konfektionsgrößen größer kaufen), denn ich finde die Netzhöschen im Krankenhaus furchtbar
  • Wärmepflaster gegen Regelschmerzen (in diesem Fall gegen fiese Nachwehen)
  •  Wala Quercus Salbe und Zäpfchen gegen Hämorrhoiden nach der Geburt (meh!)
  • Oropax (wenn man kein Einzelzimmer hat, die Zimmernachbarin Besuch bekommt und man mal einen Moment Ruhe braucht)
  • Alles andere bekommt man eigentlich vom Krankenhauspersonal (z.B. Vorlagen, Paracetamol für die erste Nacht, damit die Nachwehen nicht so quälen etc.)

Für das Wochenbett zu Hause:

  • SAMU Wöchnerinnen Vorlagen (für die ersten Tage maxi, danach classic)
  • Stilleinlagen (ich nehme immer Einmal-Einlagen aus Baumwollvlies)
  • Still-BHs (bin immer noch auf der Suche nach dem perfekten Modell…)
  • eine kleine Wasserflasche, die neben der Toilette steht (als “Dusche” während des Toilettengangs)
  • ggf. Stilltee (ich mag den nicht, also trinke ich ihn nur selten)

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12 von 12 im Januar 2016

Ich freue mich: Seit Ewigkeiten habe ich es mal wieder geschafft, 12 Fotos von meinem Alltag zu machen und ein paar Worte dazu zu schreiben. Hunderte Bloggerinnen und Blogger machen das auch gerne, wie ihr bei Draußen nur Kännchen nachlesen könnt.

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6:30 Uhr Der Tag beginnt. Ich bereite den Kindern ihre Brotdosen für das zweite Frühstück im Kindergarten zu: Es gibt heute kleine Salamibrote, Kohlrabi und Pancakes mit Pflaumenmus.

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6:45 Uhr Der Fliesenleger steht vor der Tür – wir sind auch 5 Wochen nach dem Einzug in unser neues Haus die Handwerker längst nicht los. Es ist noch sehr dunkel und ich bin noch sehr müde.

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7:15 Uhr Gemeinsam frühstücken wir Müsli oder Corn Flakes, Joghurt und Obst – wie fast jeden Morgen unter der Woche.

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7:45 Uhr Es ist so dunkel, nass und ungemütlich draußen, dass ich noch keine Lust habe, zum Kindergarten aufzubrechen. Also spielen die Kinder noch ein bisschen in Ruhe, bevor wir um 8:20 Uhr das Haus verlassen und den 1-Kilometer-Spaziergang zum Kindergarten machen.

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8:50 Uhr Bis ich beide Kinder aus den Winterklamotten gepellt und in ihre Gruppen verabschiedet habe ist es schon kurz vor neun. Jetzt aber schnell nach Hause!

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9:00 Uhr Oh, die Sonne scheint ja!

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10:30 Uhr Heute arbeite ich nur ein paar E-Mails ab, weil meine Hebamme vorbei kommt. Wir sind zu einem Kennenlerntermin verabredet und ich finde sie sehr nett!

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13:30 Uhr Die Kinder sind im neuen Kindergarten zunächst nur halbtags betreut, sodass sie bis 12:30 Uhr abgeholt werden müssen. Zu Hause gibt es ein einfaches Mittagessen, danach spielen die Kinder und ich setze mich noch mal ins Büro, wo auch der Mann arbeitet. Leider arbeitet der Fliesenleger so laut und die Kinder streiten sich so wild, dass ich mich nicht konzentrieren kann und mich lieber für einen Moment mit ins Kinderzimmer setze.

Unerwartet zeigt sich an diesem verregneten Dienstag wieder die Sonne und ich schlage den Kindern vor, einen Spaziergang zur Lauterbacher Stadtbücherei zu machen, wo heute ein kleines Bilderbuchkino mit Popcorn stattfindet.

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15:30 Uhr Das Maibrüderchen döst auf dem Weg in die Innenstadt ein und verschläft das Bilderbuchkino. Aber er bekommt trotzdem Popcorn und darf sich noch Bücher zum Ausleihen aussuchen.

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16:30 Uhr Meine Schwiegereltern wohnen um die Ecke, sodass wir ihnen noch einen spontanen Besuch abstatten. Wir trinken Tee und die Kinder freuen sich, mit den Großeltern spielen zu können. Hier hocken sie gerade unterm Tisch in einer Bärenhöhle.

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17:45 Uhr Als wir uns verabschieden ist es dunkel und der schmale Mond steht hell über dem Lauterbacher Marktplatz. Zu Hause falte ich einen Korb sauberer Wäsche, bereite Schnittchen für das Abendessen zu und putze die Küche.

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19:30 Uhr Der Mann bringt die müden Kinder ins Bett und ich darf schon mal auf dem Sofa die Beine hochlegen und schauen, was in Hessen und der Welt so passiert ist heute.

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Sexualisierte Gewalt – kann Erziehung davor schützen?

Das Thema sexualisierte Gewalt wird momentan heiß diskutiert. Auslöser dafür waren zahlreiche Übergriffe von Männern am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht. Und plötzlich wird mir bewusst, dass die Prävention von sexualisierter Gewalt ein Thema ist, das mich als Mutter eigentlich ständig beschäftigt.

Hatte ich Glück?

Nach dem Lesen von Medienberichterstattung, diverser Blogposts und Tweets bin ich im Geiste meine 35 Lebensjahre (bzw. die 30, an die ich mich erinnern kann) durchgegangen und zu dem Ergebnis gekommen, dass ich selbst noch nie sexualisierte Gewalt, körperliche Grenzüberschreitung ohne mein Zustimmen oder wirklich unangenehm bedrängendes Verhalten oder Beschimpfungen von Männern erlebt haben. Habe ich wohlmöglich die richtigen “Verhaltensregeln” eingehalten? Nein, das kann es nicht sein. Denn während ich über pauschale Tipps für Frauen (ha!) nur empört den Kopf schütteln kann, hätte Frau Reker vermutlich das Gleiche zu meinem unvorsichtigem Verhalten getan: In jüngeren Jahren bin ich oft allein und ohne schützende Gruppe in der Welt unterwegs gewesen, bin per Anhalter bei fremden Männern mitgefahren und trug Absätze, mit denen ich keine zwei Meter hätte weglaufen können  – und eine Armlänge Abstand zu Fremden habe ich sicher nicht sehr oft gehalten. Habe ich vielleicht einfach Glück gehabt? Bestimmt. Ich denke aber, dass ich es zu einem gewissen Teil auch meiner Erziehung zu verdanken habe, dass ich bisher von sexualisierter Gewalt verschont geblieben bin. Vor allem meine Mutter – aber auch meine deutlich älteren Geschwister – haben mir geholfen, ein starkes und sehr selbstbewusstes Mädchen zu werden, das sich durchsetzt und Nein sagt.

Prävention durch Erziehung? 

Jetzt bin ich Mutter von zwei – bald drei – Kindern, die ich bei Ihrem Heranwachsen begleiten darf. Und ich denke es ist die Aufgabe von uns Eltern, im Rahmen der Möglichkeiten unsere Kinder vor sexualisierter Gewalt zu schützen und so gut es geht zu verhindern, dass sie später selbst zu Tätern solcher Übergriffe werden.

Dazu gehört für mich, dass unsere Kinder lernen sollen, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen. Ich sage unserem Sohn nahezu jeden Tag, dass er seine Schwester nicht hauen darf (und andersherum natürlich auch!). Mehr noch: dass niemand einem anderen Lebewesen weh tun darf – Gewalt ist verboten, Gewalt ist keine Option. Ich erkläre beiden Kindern immer wieder, dass niemand das Recht hat, ihnen weh zu tun.

Wir als Familie vermitteln den Kindern, dass man Respekt vor dem Körper des anderen haben muss, dass jeder Mensch andere Wünsche, Grenzen und Bedürfnisse hat. Selbst kleine Kinder lernen schnell, dass nur sie über ihren Körper entscheiden und keine Grenzüberschreitungen tolerieren müssen. Sie können bestimmen, wer ihnen wann körperlich nahe kommt – und sagen bewusst Nein, dürfen protestieren. “Nein, ich möchte heute keinen Gute-Nacht-Kuss”, “Hör auf mich zu kitzeln”, “Ich möchte beim Vorlesen nicht gestreichelt werden” oder einfach nur “STOP!”  Es ist mir unheimlich wichtig, dass meine Kinder solche Sätze ganz selbstverständlich aussprechen können und merken, dass ihre Entscheidung von anderen akzeptiert wird. Genauso wichtig ist es, die Entscheidung anderer zu akzeptieren und den anderen in Ruhe zu lassen, wenn er oder sie das möchte.

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Außerdem sind es viele kleine Details im Alltag, die unseren Kleinen dabei helfen sollen, selbst zu starken und selbstbewussten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu werden. Dazu gehört für mich zum Beispiel, dass sie Geborgenheit, Zuwendung und Liebe erfahren, dass sie ermutigt werden ihre Gefühle auszudrücken, dass sie spüren wertvolle und hilfreiche Mitglieder der Familie zu sein, dass ihre Meinung zählt, ihre Ideen gehört werden und sie (kleine) Entscheidungen im Alltag selbst treffen dürfen und vieles mehr.

Die Prävention von sexualisierter Gewalt ist bei uns also etwas, das täglich in unserem Familienalltag stattfindet. Ich bin überzeugt, dass das mehr nützt als eine Armlänge Abstand zu Fremden.

PS: Ich habe zwar Erziehungswissenschaften studiert, bin aber keine Expertin in Sachen Gewaltprävention. Dieser Beitrag basiert nur auf meiner persönlichen Erfahrung und spiegelt meine Meinung wider. 

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Uneinigkeit

Das Leben mit unseren zwei kleinen Kindern ist – mal mehr, mal weniger – anstrengend. In den Sommerferien hatte ich für ein paar Tage nur das Brüderchen zu Hause, während das Frollein bei ihren Großeltern urlaubte. Und obwohl ich den Spruch “Ein Kind ist kein Kind” völlig blödsinnig finde, war ich sehr überrascht von der Leichtigkeit dieser Tage, die ich mit dem Sohn ganz alleine verbrachte. Mir fiel auf, was in unserer Familie den Zwei-Kind-Alltag so viel nervenaufreibender macht als den Ein-Kind-Alltag. Es ist die Uneinigkeit unserer Kinder. Die zwei verstehen sich zwar super, spielen gern miteinander, sind aber IMMER unterschiedlicher Meinung. Und zwar leidenschaftlich. Es ist zum Haare raufen…

Ich: “Wollt ihr duschen oder baden?”
Frollein: “Duschen!”
Brüderchen: “Baden!”
Beide kreischend durcheinander: “NEINICHWILLABERBADENAAARRRRGHHHH!?#%&$BADENISTBLÖÖÖD!%§$#DUBISTBLÖÖÖD%&$!MAMAAAAAAA!”

Ich: “Wollt ihr schon nach Hause oder noch auf den Spielplatz?”
Frollein: “Nach Hause”
Brüderchen: “SPIELPLATZ”
Beide heulend durcheinander: “ZUHAUSEISTESBLÖÖÖÖD!!!SPIELPLATZBLÖD!!DUBISTBLÖD!!MAAAMMMAAADERJOHANHAUTMICH!!”

Ich: “Ihr dürft fernsehen. Shaun das Schaf oder Lauras Stern?”
Brüderchen: “Shaun das Schaf!”
Frollein: “Lauras Stern”
Beide brüllen durcheinander: “ICHWILLABERLAURASSTERN!???$%§LAURASSTERNBLÖD!!#%&GARNICHTBLÖDDUBISTBLÖD!?§$MAMAAAAAAJOHANHAUTMIIICH!!!”

So geht das den ganzen Tag. Bei jeder einzelnen Entscheidung, die die Kinder selbst treffen dürfen. Deshalb war es auch so entspannt, nur ein Kind zu Hause zu haben.

Ich hoffe, der Reiz der unterschiedlichen Meinungen hat irgendwann ein Ende. Kürzlich saßen wir im Auto und ich schlug den Kindern vor, noch etwas Eis am Stiel bei Aldi zu kaufen.

Ich: “Habt ihr schon einen Wunsch, welches Eis ihr möchtet?”
Frollein: “Das Vanilleeis mit Waldmeister drumherum!”
Brüderchen: “Oh, jaaaa!”
Verblüfftes Schweigen.
Frollein: “Wir wollen das gleiche Eis!”
Ich: “Das gab’s noch nie!”

Ich habe Hoffnung…

12 von 12 im Januar

Frohes neues Jahr! Hier sind meine “12 von 12″ im Januar. Also zwölf Fotos meines heutigen Alltags. Mehrere hundert weitere “12 von 12″s findet ihr wie immer im Blog Draußen nur Kännchen

Mein Tag begann um 7 Uhr mit dem “Kuckuck”-Ruf unseres neuen Tageslicht-Weckers. Die Kinder lasse ich noch ein bisschen schlafen und bereite die Kindergarten-Frühstücksdose für das Frollein vor. Meistens bekommt sie ein belegtes Brot oder kleines Brötchen, etwas Obst und Joghurt. Manchmal möchte sie Müsli, gestern Abend bestellte sie Gurke und Wurst. Also bitte:

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Eine halbe Stunde später sitze ich mit meinem Mann am Esstisch und wir essen ein kleines Frühstück und trinken unseren Kaffee. Das Maibrüderchen möchte etwas von meiner Banane abhaben und kehrt die Schale fleißig mit der Straßenkehrmaschine weg. Die Kinder bekommen morgens meistens nur einen warmen Kakao, gegessen wird dann um 9 Uhr in der Kita bzw. dem Kindergarten.

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Um 8:15 Uhr fahre ich das Frollein zum Kindergarten, das Maibrüderchen wird vom Papa in die Kita gebracht.

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Zu Hause muss ich mich erstmal dazu zwingen, ein bis zwei Stunden zu investieren, um das Wochenendchaos in unserer Wohnung wieder in den Griff zu kriegen. Also los!

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Furchtbare Aufgabe: 50 zähe Aufkleber von den Fenstern entfernen…

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Nach dem Putzen gönne ich mir eine Dusche (nicht abgebildet) und esse Kuchen (ebenfalls nicht abgebildet). Dabei fällt mir urplötzlich ein, dass ich meine Umsatzsteuervoranmeldung für Dezember vergessen habe – das muss ich schnell nachholen (ich bin ja noch so ein Anfänger, was die Selbständigkeit angeht…).

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Wo ich schon mal dabei bin, mache ich gleich noch ein bisschen Ablage. Als ich den Ordner mit Dokumenten rund um meine private Altersvorsorge auf dem Schoß habe, kommt er mir plötzlich bleischwer vor (3 kg!). Hoffentlich hält er in 30 Jahren, was sein jetziges Gewicht verspricht ;-)

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Danach sitze ich noch bis 13.30 Uhr am Schreibtisch und beantworte E-Mails, schreibe Briefe, mache ein Acquise etc. Danach gibt’s Mittagessen und ich mache ein Päuschen.

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Kurz vor drei bin ich bei der Post, bringe Briefe weg und kaufe mir eine Zeitschrift. Mit ein bisschen Glück und Mut könnte das Thema “Schöner Wohnen” im kommenden Jahr für uns ein wichtiges sein. Aber dazu später mehr, falls es konkret wird…

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Dann hole ich zuerst das Frollein und dann das Maibrüderchen ab. Die zwei freuen sich immer sehr, wenn sie sich nachmittags wiedersehen!

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Zu Hause gibt’s Rosinenkuchen und Orangen. Diese Kinder sind immer hungrig!IMG_6226

Den Nachmittag verbringen wir singend, tanzend, Purzelbaum-schlagend (das Frollein kann jetzt richtige Purzelbäume – sie ist SO stolz) und Bücher lesend.  Heute kommt mein Mann früher als sonst nach Hause (weil seine Friseurin keinen Termin für ihn hatte…), sodass wir um halb sieben zusammen zu Abend essen können. Nach dem Essen “schicke” ich Mann und Kinder ins Kinderzimmer, damit er ein bisschen mit ihnen spielt. Das Ergebnis sah so aus:

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Das leckerste Rezept für Berliner Brot

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Zutaten

3 Eier (M)
2 EL Wasser
150 g Zucker (ich habe 100 g weißen und 50 g braunen Zucker genommen )
50 g dunklen Rübensirup
2 EL Pflaumenmus (oder 2 EL Apfelsaft)
1 Schuss Rum
1 EL Zimt, 1/2 TL Ingwerpulver, 1/2 TL Kardamom
1 Prise Salz
65 g geriebene dunkle Schokolade
3 TL Backpulver
200 g grob gehackte Haselnusskerne (oder Mandeln)
250 g Mehl
Zitronensaft, Puderzucker

Zubereitung

Eier mit Wasser, Zucker, Sirup, Pflaumenmus und Rum verrühren, bis der Zucker nicht mehr knirscht (dauert ein paar Minuten). Mehl mit Gewürzen, Schokolade, Salz, Backpulver mischen und kurz unter die Ei-Zucker-Masse rühren. Gehackte Haselnüsse unterheben und die Masse dann in eine große rechteckige, mit Backpapier ausgelegte Backform streichen – oder auf ein Backblech (Ränder des Backpapiers zur Begrenzung umknicken – Teig reicht nämlich nicht für ein ganzes Blech). Tipp: Am besten mit nassen Händen verstreichen!
Das Berliner Brot im heißen Backofen bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen.
Aus Zitronensaft und Puderzucker einen nicht zu festen Guss zubereiten und dünn auf das noch heiße Berliner Brot streichen. Abkühlen lassen und in Rauten schneiden. Und jetzt: Kaffee kochen und das Gebäck probieren!

“12 von 12″ im Dezember

So, heute gibt es hier eine Adventsausgabe der “12 von 12″, also zwölf Fotos vom zwölften dieses Monats. Von meiner neu gegründeten Selbständigkeit ist heute nichts zu sehen, weil das Maibrüderchen momentan krank zu Hause ist und nicht in die Kita gehen kann… Viel Spaß bei den Einblicken in meinen Alltag. Weitere “12 von 12″ wie immer im Blog Draußen nur Kännchen.

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9:35 Uhr: Wir winken Tapio, der zum Zahnarzt fährt. Kaum ist er aus dem Haus, tanzen wir zu Mariah Careys Weihnachtsalbum (ihre Stimme erträgt mein Mann nicht…) :)

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10:20 Uhr: Ich bewundere den Tannenbaum, den ich gestern beim Elternbastelabend in der KiTa gebastelt habe. Das war vielleicht ne Arbeit!

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10:23 Uhr Das erste Weihnachtsgebäck des Tages kommt in den Ofen: Berliner Brot

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11:46 Uhr Wir schicken dem sterbenden Igelchen von @fraumutti ein Küsschen <3

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12:52 Uhr Das erkältete Maibrüderchen macht Mittagschlaf und ich den Haushalt. Der wird ein bisschen oh-du-fröhlicher mit süßen Weihnachtsunterhosen von Baby GAP

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15:45 Uhr Wir haben einen Weihnachtsbaum gekauft!

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16:00 Uhr Zuhause (in der Tiefgarage)!

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16:40 Uhr Oh Schreck, die Kinder wollen noch mal raus…! Bei dem Wetter! :-/

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17:37 Uhr Fleißige Kinder putzen ihren eigenen Schmutz weg ;)

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18:02 Uhr Das Berliner Brot schmeckt herrlich! Werde das Rezept verbloggen :)

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Mein Fotobeitrag zum #InstAdventskalender Nr. 12) Im Kerzenschein. Mein liebster Kerzenständer von #Pentik #Finland erhellt unseren Esstisch

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21:07 Uhr – Kinder endlich im Bett, #tvog an und ein bisschen twittern :)