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Meine Einkaufsliste für Geburt und Wochenbett

Via Twitter wurde ich gefragt, ob ich meine Basis-Ausrüstung für die Geburt und das Wochenbett mal aufschreiben könnte. Ein wichtiges Thema, denn vor und nach einer Geburt brauchen (nicht nur) die “Lady Parts” eine besondere Pflege. Darum bestelle ich 5-8 Wochen vor dem Entbindungstermin bei einer Online-Apotheke diese oder ähnliche Pflegeartikel für mich:

Geburtsvorbereitend: 

  • Himbeerblättertee (frühestens ab der 34. Woche empfohlen)
  • geschrotete Leinsaat
  • Damm-Massageöl von Weleda
  • meistens auch noch eine 2. Flasche Weleda Schwangerschafts-Pflegeöl für die letzten Wochen

Für die Zeit im Krankenhaus: 

  • Reines Lanolin (als Brustwarzensalbe)
  • ausreichend Einmal-Slips (z.B. von Hydras, dann aber 2-4 Konfektionsgrößen größer kaufen), denn ich finde die Netzhöschen im Krankenhaus furchtbar
  • Wärmepflaster gegen Regelschmerzen (in diesem Fall gegen fiese Nachwehen)
  •  Wala Quercus Salbe und Zäpfchen gegen Hämorrhoiden nach der Geburt (meh!)
  • Oropax (wenn man kein Einzelzimmer hat, die Zimmernachbarin Besuch bekommt und man mal einen Moment Ruhe braucht)
  • Alles andere bekommt man eigentlich vom Krankenhauspersonal (z.B. Vorlagen, Paracetamol für die erste Nacht, damit die Nachwehen nicht so quälen etc.)

Für das Wochenbett zu Hause:

  • SAMU Wöchnerinnen Vorlagen (für die ersten Tage maxi, danach classic)
  • Stilleinlagen (ich nehme immer Einmal-Einlagen aus Baumwollvlies)
  • Still-BHs (bin immer noch auf der Suche nach dem perfekten Modell…)
  • eine kleine Wasserflasche, die neben der Toilette steht (als “Dusche” während des Toilettengangs)
  • ggf. Stilltee (ich mag den nicht, also trinke ich ihn nur selten)

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12 von 12 im Januar 2016

Ich freue mich: Seit Ewigkeiten habe ich es mal wieder geschafft, 12 Fotos von meinem Alltag zu machen und ein paar Worte dazu zu schreiben. Hunderte Bloggerinnen und Blogger machen das auch gerne, wie ihr bei Draußen nur Kännchen nachlesen könnt.

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6:30 Uhr Der Tag beginnt. Ich bereite den Kindern ihre Brotdosen für das zweite Frühstück im Kindergarten zu: Es gibt heute kleine Salamibrote, Kohlrabi und Pancakes mit Pflaumenmus.

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6:45 Uhr Der Fliesenleger steht vor der Tür – wir sind auch 5 Wochen nach dem Einzug in unser neues Haus die Handwerker längst nicht los. Es ist noch sehr dunkel und ich bin noch sehr müde.

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7:15 Uhr Gemeinsam frühstücken wir Müsli oder Corn Flakes, Joghurt und Obst – wie fast jeden Morgen unter der Woche.

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7:45 Uhr Es ist so dunkel, nass und ungemütlich draußen, dass ich noch keine Lust habe, zum Kindergarten aufzubrechen. Also spielen die Kinder noch ein bisschen in Ruhe, bevor wir um 8:20 Uhr das Haus verlassen und den 1-Kilometer-Spaziergang zum Kindergarten machen.

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8:50 Uhr Bis ich beide Kinder aus den Winterklamotten gepellt und in ihre Gruppen verabschiedet habe ist es schon kurz vor neun. Jetzt aber schnell nach Hause!

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9:00 Uhr Oh, die Sonne scheint ja!

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10:30 Uhr Heute arbeite ich nur ein paar E-Mails ab, weil meine Hebamme vorbei kommt. Wir sind zu einem Kennenlerntermin verabredet und ich finde sie sehr nett!

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13:30 Uhr Die Kinder sind im neuen Kindergarten zunächst nur halbtags betreut, sodass sie bis 12:30 Uhr abgeholt werden müssen. Zu Hause gibt es ein einfaches Mittagessen, danach spielen die Kinder und ich setze mich noch mal ins Büro, wo auch der Mann arbeitet. Leider arbeitet der Fliesenleger so laut und die Kinder streiten sich so wild, dass ich mich nicht konzentrieren kann und mich lieber für einen Moment mit ins Kinderzimmer setze.

Unerwartet zeigt sich an diesem verregneten Dienstag wieder die Sonne und ich schlage den Kindern vor, einen Spaziergang zur Lauterbacher Stadtbücherei zu machen, wo heute ein kleines Bilderbuchkino mit Popcorn stattfindet.

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15:30 Uhr Das Maibrüderchen döst auf dem Weg in die Innenstadt ein und verschläft das Bilderbuchkino. Aber er bekommt trotzdem Popcorn und darf sich noch Bücher zum Ausleihen aussuchen.

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16:30 Uhr Meine Schwiegereltern wohnen um die Ecke, sodass wir ihnen noch einen spontanen Besuch abstatten. Wir trinken Tee und die Kinder freuen sich, mit den Großeltern spielen zu können. Hier hocken sie gerade unterm Tisch in einer Bärenhöhle.

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17:45 Uhr Als wir uns verabschieden ist es dunkel und der schmale Mond steht hell über dem Lauterbacher Marktplatz. Zu Hause falte ich einen Korb sauberer Wäsche, bereite Schnittchen für das Abendessen zu und putze die Küche.

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19:30 Uhr Der Mann bringt die müden Kinder ins Bett und ich darf schon mal auf dem Sofa die Beine hochlegen und schauen, was in Hessen und der Welt so passiert ist heute.

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Sexualisierte Gewalt – kann Erziehung davor schützen?

Das Thema sexualisierte Gewalt wird momentan heiß diskutiert. Auslöser dafür waren zahlreiche Übergriffe von Männern am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht. Und plötzlich wird mir bewusst, dass die Prävention von sexualisierter Gewalt ein Thema ist, das mich als Mutter eigentlich ständig beschäftigt.

Hatte ich Glück?

Nach dem Lesen von Medienberichterstattung, diverser Blogposts und Tweets bin ich im Geiste meine 35 Lebensjahre (bzw. die 30, an die ich mich erinnern kann) durchgegangen und zu dem Ergebnis gekommen, dass ich selbst noch nie sexualisierte Gewalt, körperliche Grenzüberschreitung ohne mein Zustimmen oder wirklich unangenehm bedrängendes Verhalten oder Beschimpfungen von Männern erlebt haben. Habe ich wohlmöglich die richtigen “Verhaltensregeln” eingehalten? Nein, das kann es nicht sein. Denn während ich über pauschale Tipps für Frauen (ha!) nur empört den Kopf schütteln kann, hätte Frau Reker vermutlich das Gleiche zu meinem unvorsichtigem Verhalten getan: In jüngeren Jahren bin ich oft allein und ohne schützende Gruppe in der Welt unterwegs gewesen, bin per Anhalter bei fremden Männern mitgefahren und trug Absätze, mit denen ich keine zwei Meter hätte weglaufen können  – und eine Armlänge Abstand zu Fremden habe ich sicher nicht sehr oft gehalten. Habe ich vielleicht einfach Glück gehabt? Bestimmt. Ich denke aber, dass ich es zu einem gewissen Teil auch meiner Erziehung zu verdanken habe, dass ich bisher von sexualisierter Gewalt verschont geblieben bin. Vor allem meine Mutter – aber auch meine deutlich älteren Geschwister – haben mir geholfen, ein starkes und sehr selbstbewusstes Mädchen zu werden, das sich durchsetzt und Nein sagt.

Prävention durch Erziehung? 

Jetzt bin ich Mutter von zwei – bald drei – Kindern, die ich bei Ihrem Heranwachsen begleiten darf. Und ich denke es ist die Aufgabe von uns Eltern, im Rahmen der Möglichkeiten unsere Kinder vor sexualisierter Gewalt zu schützen und so gut es geht zu verhindern, dass sie später selbst zu Tätern solcher Übergriffe werden.

Dazu gehört für mich, dass unsere Kinder lernen sollen, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen. Ich sage unserem Sohn nahezu jeden Tag, dass er seine Schwester nicht hauen darf (und andersherum natürlich auch!). Mehr noch: dass niemand einem anderen Lebewesen weh tun darf – Gewalt ist verboten, Gewalt ist keine Option. Ich erkläre beiden Kindern immer wieder, dass niemand das Recht hat, ihnen weh zu tun.

Wir als Familie vermitteln den Kindern, dass man Respekt vor dem Körper des anderen haben muss, dass jeder Mensch andere Wünsche, Grenzen und Bedürfnisse hat. Selbst kleine Kinder lernen schnell, dass nur sie über ihren Körper entscheiden und keine Grenzüberschreitungen tolerieren müssen. Sie können bestimmen, wer ihnen wann körperlich nahe kommt – und sagen bewusst Nein, dürfen protestieren. “Nein, ich möchte heute keinen Gute-Nacht-Kuss”, “Hör auf mich zu kitzeln”, “Ich möchte beim Vorlesen nicht gestreichelt werden” oder einfach nur “STOP!”  Es ist mir unheimlich wichtig, dass meine Kinder solche Sätze ganz selbstverständlich aussprechen können und merken, dass ihre Entscheidung von anderen akzeptiert wird. Genauso wichtig ist es, die Entscheidung anderer zu akzeptieren und den anderen in Ruhe zu lassen, wenn er oder sie das möchte.

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Außerdem sind es viele kleine Details im Alltag, die unseren Kleinen dabei helfen sollen, selbst zu starken und selbstbewussten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu werden. Dazu gehört für mich zum Beispiel, dass sie Geborgenheit, Zuwendung und Liebe erfahren, dass sie ermutigt werden ihre Gefühle auszudrücken, dass sie spüren wertvolle und hilfreiche Mitglieder der Familie zu sein, dass ihre Meinung zählt, ihre Ideen gehört werden und sie (kleine) Entscheidungen im Alltag selbst treffen dürfen und vieles mehr.

Die Prävention von sexualisierter Gewalt ist bei uns also etwas, das täglich in unserem Familienalltag stattfindet. Ich bin überzeugt, dass das mehr nützt als eine Armlänge Abstand zu Fremden.

PS: Ich habe zwar Erziehungswissenschaften studiert, bin aber keine Expertin in Sachen Gewaltprävention. Dieser Beitrag basiert nur auf meiner persönlichen Erfahrung und spiegelt meine Meinung wider. 

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Uneinigkeit

Das Leben mit unseren zwei kleinen Kindern ist – mal mehr, mal weniger – anstrengend. In den Sommerferien hatte ich für ein paar Tage nur das Brüderchen zu Hause, während das Frollein bei ihren Großeltern urlaubte. Und obwohl ich den Spruch “Ein Kind ist kein Kind” völlig blödsinnig finde, war ich sehr überrascht von der Leichtigkeit dieser Tage, die ich mit dem Sohn ganz alleine verbrachte. Mir fiel auf, was in unserer Familie den Zwei-Kind-Alltag so viel nervenaufreibender macht als den Ein-Kind-Alltag. Es ist die Uneinigkeit unserer Kinder. Die zwei verstehen sich zwar super, spielen gern miteinander, sind aber IMMER unterschiedlicher Meinung. Und zwar leidenschaftlich. Es ist zum Haare raufen…

Ich: “Wollt ihr duschen oder baden?”
Frollein: “Duschen!”
Brüderchen: “Baden!”
Beide kreischend durcheinander: “NEINICHWILLABERBADENAAARRRRGHHHH!?#%&$BADENISTBLÖÖÖD!%§$#DUBISTBLÖÖÖD%&$!MAMAAAAAAA!”

Ich: “Wollt ihr schon nach Hause oder noch auf den Spielplatz?”
Frollein: “Nach Hause”
Brüderchen: “SPIELPLATZ”
Beide heulend durcheinander: “ZUHAUSEISTESBLÖÖÖÖD!!!SPIELPLATZBLÖD!!DUBISTBLÖD!!MAAAMMMAAADERJOHANHAUTMICH!!”

Ich: “Ihr dürft fernsehen. Shaun das Schaf oder Lauras Stern?”
Brüderchen: “Shaun das Schaf!”
Frollein: “Lauras Stern”
Beide brüllen durcheinander: “ICHWILLABERLAURASSTERN!???$%§LAURASSTERNBLÖD!!#%&GARNICHTBLÖDDUBISTBLÖD!?§$MAMAAAAAAJOHANHAUTMIIICH!!!”

So geht das den ganzen Tag. Bei jeder einzelnen Entscheidung, die die Kinder selbst treffen dürfen. Deshalb war es auch so entspannt, nur ein Kind zu Hause zu haben.

Ich hoffe, der Reiz der unterschiedlichen Meinungen hat irgendwann ein Ende. Kürzlich saßen wir im Auto und ich schlug den Kindern vor, noch etwas Eis am Stiel bei Aldi zu kaufen.

Ich: “Habt ihr schon einen Wunsch, welches Eis ihr möchtet?”
Frollein: “Das Vanilleeis mit Waldmeister drumherum!”
Brüderchen: “Oh, jaaaa!”
Verblüfftes Schweigen.
Frollein: “Wir wollen das gleiche Eis!”
Ich: “Das gab’s noch nie!”

Ich habe Hoffnung…

12 von 12 im Januar

Frohes neues Jahr! Hier sind meine “12 von 12″ im Januar. Also zwölf Fotos meines heutigen Alltags. Mehrere hundert weitere “12 von 12″s findet ihr wie immer im Blog Draußen nur Kännchen

Mein Tag begann um 7 Uhr mit dem “Kuckuck”-Ruf unseres neuen Tageslicht-Weckers. Die Kinder lasse ich noch ein bisschen schlafen und bereite die Kindergarten-Frühstücksdose für das Frollein vor. Meistens bekommt sie ein belegtes Brot oder kleines Brötchen, etwas Obst und Joghurt. Manchmal möchte sie Müsli, gestern Abend bestellte sie Gurke und Wurst. Also bitte:

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Eine halbe Stunde später sitze ich mit meinem Mann am Esstisch und wir essen ein kleines Frühstück und trinken unseren Kaffee. Das Maibrüderchen möchte etwas von meiner Banane abhaben und kehrt die Schale fleißig mit der Straßenkehrmaschine weg. Die Kinder bekommen morgens meistens nur einen warmen Kakao, gegessen wird dann um 9 Uhr in der Kita bzw. dem Kindergarten.

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Um 8:15 Uhr fahre ich das Frollein zum Kindergarten, das Maibrüderchen wird vom Papa in die Kita gebracht.

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Zu Hause muss ich mich erstmal dazu zwingen, ein bis zwei Stunden zu investieren, um das Wochenendchaos in unserer Wohnung wieder in den Griff zu kriegen. Also los!

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Furchtbare Aufgabe: 50 zähe Aufkleber von den Fenstern entfernen…

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Nach dem Putzen gönne ich mir eine Dusche (nicht abgebildet) und esse Kuchen (ebenfalls nicht abgebildet). Dabei fällt mir urplötzlich ein, dass ich meine Umsatzsteuervoranmeldung für Dezember vergessen habe – das muss ich schnell nachholen (ich bin ja noch so ein Anfänger, was die Selbständigkeit angeht…).

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Wo ich schon mal dabei bin, mache ich gleich noch ein bisschen Ablage. Als ich den Ordner mit Dokumenten rund um meine private Altersvorsorge auf dem Schoß habe, kommt er mir plötzlich bleischwer vor (3 kg!). Hoffentlich hält er in 30 Jahren, was sein jetziges Gewicht verspricht ;-)

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Danach sitze ich noch bis 13.30 Uhr am Schreibtisch und beantworte E-Mails, schreibe Briefe, mache ein Acquise etc. Danach gibt’s Mittagessen und ich mache ein Päuschen.

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Kurz vor drei bin ich bei der Post, bringe Briefe weg und kaufe mir eine Zeitschrift. Mit ein bisschen Glück und Mut könnte das Thema “Schöner Wohnen” im kommenden Jahr für uns ein wichtiges sein. Aber dazu später mehr, falls es konkret wird…

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Dann hole ich zuerst das Frollein und dann das Maibrüderchen ab. Die zwei freuen sich immer sehr, wenn sie sich nachmittags wiedersehen!

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Zu Hause gibt’s Rosinenkuchen und Orangen. Diese Kinder sind immer hungrig!IMG_6226

Den Nachmittag verbringen wir singend, tanzend, Purzelbaum-schlagend (das Frollein kann jetzt richtige Purzelbäume – sie ist SO stolz) und Bücher lesend.  Heute kommt mein Mann früher als sonst nach Hause (weil seine Friseurin keinen Termin für ihn hatte…), sodass wir um halb sieben zusammen zu Abend essen können. Nach dem Essen “schicke” ich Mann und Kinder ins Kinderzimmer, damit er ein bisschen mit ihnen spielt. Das Ergebnis sah so aus:

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Das leckerste Rezept für Berliner Brot

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Zutaten

3 Eier (M)
2 EL Wasser
150 g Zucker (ich habe 100 g weißen und 50 g braunen Zucker genommen )
50 g dunklen Rübensirup
2 EL Pflaumenmus (oder 2 EL Apfelsaft)
1 Schuss Rum
1 EL Zimt, 1/2 TL Ingwerpulver, 1/2 TL Kardamom
1 Prise Salz
65 g geriebene dunkle Schokolade
3 TL Backpulver
200 g grob gehackte Haselnusskerne (oder Mandeln)
250 g Mehl
Zitronensaft, Puderzucker

Zubereitung

Eier mit Wasser, Zucker, Sirup, Pflaumenmus und Rum verrühren, bis der Zucker nicht mehr knirscht (dauert ein paar Minuten). Mehl mit Gewürzen, Schokolade, Salz, Backpulver mischen und kurz unter die Ei-Zucker-Masse rühren. Gehackte Haselnüsse unterheben und die Masse dann in eine große rechteckige, mit Backpapier ausgelegte Backform streichen – oder auf ein Backblech (Ränder des Backpapiers zur Begrenzung umknicken – Teig reicht nämlich nicht für ein ganzes Blech). Tipp: Am besten mit nassen Händen verstreichen!
Das Berliner Brot im heißen Backofen bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen.
Aus Zitronensaft und Puderzucker einen nicht zu festen Guss zubereiten und dünn auf das noch heiße Berliner Brot streichen. Abkühlen lassen und in Rauten schneiden. Und jetzt: Kaffee kochen und das Gebäck probieren!

“12 von 12″ im Dezember

So, heute gibt es hier eine Adventsausgabe der “12 von 12″, also zwölf Fotos vom zwölften dieses Monats. Von meiner neu gegründeten Selbständigkeit ist heute nichts zu sehen, weil das Maibrüderchen momentan krank zu Hause ist und nicht in die Kita gehen kann… Viel Spaß bei den Einblicken in meinen Alltag. Weitere “12 von 12″ wie immer im Blog Draußen nur Kännchen.

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9:35 Uhr: Wir winken Tapio, der zum Zahnarzt fährt. Kaum ist er aus dem Haus, tanzen wir zu Mariah Careys Weihnachtsalbum (ihre Stimme erträgt mein Mann nicht…) :)

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10:20 Uhr: Ich bewundere den Tannenbaum, den ich gestern beim Elternbastelabend in der KiTa gebastelt habe. Das war vielleicht ne Arbeit!

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10:23 Uhr Das erste Weihnachtsgebäck des Tages kommt in den Ofen: Berliner Brot

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11:46 Uhr Wir schicken dem sterbenden Igelchen von @fraumutti ein Küsschen <3

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12:52 Uhr Das erkältete Maibrüderchen macht Mittagschlaf und ich den Haushalt. Der wird ein bisschen oh-du-fröhlicher mit süßen Weihnachtsunterhosen von Baby GAP

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15:45 Uhr Wir haben einen Weihnachtsbaum gekauft!

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16:00 Uhr Zuhause (in der Tiefgarage)!

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16:40 Uhr Oh Schreck, die Kinder wollen noch mal raus…! Bei dem Wetter! :-/

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17:37 Uhr Fleißige Kinder putzen ihren eigenen Schmutz weg ;)

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18:02 Uhr Das Berliner Brot schmeckt herrlich! Werde das Rezept verbloggen :)

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Mein Fotobeitrag zum #InstAdventskalender Nr. 12) Im Kerzenschein. Mein liebster Kerzenständer von #Pentik #Finland erhellt unseren Esstisch

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21:07 Uhr – Kinder endlich im Bett, #tvog an und ein bisschen twittern :)

Fernweh.

Fernweh. Ein Gefühl, dass mich seit 13 Jahren begleitet. Ein Gefühl, dass sich in meinem Herzen so anfühlt, als sei ich verliebt – aber leider in einer Fernbeziehung. Man sehnt sich hin, kann aber aus verschiedenen Gründen nicht sofort losreisen. Sobald ich alte Urlaubsfotos anschaue, verstärkt sich die Sehnsucht noch… und wenn ich dann das ersehnte Reiseziel besucht habe, fehlt es mir danach noch mehr als vorher. So fühlt sie sich an, die Fernbeziehung mit meinen Lieblingsreisezielen. Eigentlich ist es kein Fernweh, es ist eine Fernliebe.

Ich reise gern, seitdem ich zwanzig bin. Da sprang der Reisefunke über. Ich habe in Bonn studiert und war damals Dauerfluggast von germanwings, die mich vom Flughafen Köln/Bonn für wenig Geld in unzählige interessante Städte flogen. In den folgenden Jahren entfachte der Reisefunke eine große Fernliebe für London, Prag, Wien, Paris, Stockholm, Brüssel, Amsterdam, Berlin, Boston und New York. Später kamen noch Helsinki, Dublin, Mailand, Strasbourg  und Palma de Mallorca dazu. Alles wunderschöne Städte!

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Mit 23 habe ich London kennengelernt (Foto aus dem Tate Modern)

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Mit 25 habe ich New England und New York bereist – hier ein Foto aus Boston

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Mit 26 habe ich Freunde in Brüssel besucht

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Mit 27 war ich in Strasbourg

Nach dem Studium zog es mich dann auch mal in exotischere Länder wie Thailand oder Neuseeland. Aber die Fernliebe in meinem Herzen schlägt am meisten für schöne und interessante Städte.

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Mit 29 flog ich in Neuseeland

Meine große Liebe – vielleicht eine Liebe für immer – gilt New York. Wir lernten uns 2006 kennen und haben uns seit dem drei Mal gesehen. Diese Stadt liebe ich einfach sehr. Wir passen so gut zueinander, sie gibt mir Energie, Lust und Lebensfreude. Gerade jetzt, wenn nach Thanksgiving die Christmas-Lights die Stadt zum Funkeln bringen, wenn Schnee fällt und die Stadt ein bisschen leiser wird, wenn man im Central Park Schlittschuh fahren kann, wenn an den Straßenecken Gospel-Chöre Weihnachtslieder singen und wenn der Lebkuchen-gewürzte Kaffee im nächsten Starbucks am besten schmeckt, bin ich traurig, dass wir nicht zusammen sein können. Wie das so ist in einer Fernbeziehung…

Und was bedeutet Fernweh für dich? Mach doch auch mit bei der Blogparade “Was bedeutet für dich Fernweh?“!

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Ich erziehe gewaltfrei

Bevor ich Mutter war, konnte ich Gewalt gegenüber Kindern überhaupt nicht nachvollziehen. Es war mir völlig rätselhaft, wie Erwachsene ihre körperliche und geistige Überlegenheit gegen so kleine, schutzbedürftige, liebenswerte Menschen anwenden können. Diese Überzeugung, dass nur eine gewaltfreie Erziehung eine gute und liebevolle Erziehung sein kann, wurde mir von meinen Eltern vorgelebt.

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Mein Papi und ich

Meine Mutter ist eine unheimlich liebe, sanfte und mütterliche Person, die mir niemals nur ein Haar gekrümmt oder mir seelisch weh getan hätte. Sie hat drei Kinder zu einem großen Teil alleine großgezogen und das hat sie toll gemacht. Ein einziges Mal jedoch war sie so wütend auf meinen Bruder, dass sie ihm mit seinem zusammengerollten Tipp-Kick-Spielfeld auf den Rücken gehauen hat. Das Spielfeld war ab dann verbogen und erinnerte uns noch jahrelang an diese einmalige Situation zwischen meinem Bruder und unserer Mutter. Es tut ihr bis heute leid, dass ihr die Hand ausgerutscht ist und wir haben über diesen einen Vorfall immer wieder gesprochen. Es war für uns alle klar: Gewalt und Kindererziehung gehören nicht zusammen.

Frollein und Maibruederchen

Das Maibrüderchen hat eine zärtliche große Schwester

Ich bin seit drei Jahren und drei Monaten Mutter. Seit dem hat sich meine grundlegende Haltung zur gewaltfreien Erziehung nicht geändert. Aber… ich habe ein kleines bisschen mehr Verständnis für Eltern, denen doch mal die Hand ausrutscht. Versteht mich nicht falsch: ich heiße Gewalt – sei es körperliche oder seelische – gegenüber Mensch und Tier nicht gut! Aber ich weiß jetzt, wie sehr das Elternsein mich manchmal an meine Grenzen bringt. Wie frustriert, müde, belastet ich manchmal bin. Wie sehr mich meine eigenen Kinder manchmal auf die Palme bringen können, mit dem Ergebnis, dass ich echt gereizt bin und meine Nerven blank liegen.

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Meine großen Geschwister, Nachbarskinder und ich

Geht es auch anderen Eltern manchmal so? Ich vermute es. Da ich selbst ein starker, verständnisvoller, ausgeglichener und geduldiger Mensch bin, dauert es lange, bis ich aus der Haut fahre, mich aufrege oder streite. Es kommt selten vor, dass ich gegenüber meinen Kindern laut werde. Ich kann aber inzwischen nachvollziehen, dass ein Mensch mit anderem Naturell, einer anderen seelischen Verfassung, einem anderen privaten Umfeld in einer schwierigen Situation mit ihren Kindern anders reagieren als ich. Weil sie nicht wissen, wie sie den Konflikt gewaltfrei lösen können – sei es aus Hilflosigkeit, Überforderung oder Unverständnis heraus.

Doch es geht immer anders! Gewalt gegen Kinder ist verboten und schadet ihnen sehr. Ein paar Tipps, die mir in Konfliktsituationen helfen:

  • Gewaltfrei (vor)leben. Ich schreie meinen Mann nicht an, verhaue keine Hunde, beleidige keine Mitmenschen. Werte, die einem wichtig sind, muss man vorleben.
  • Relevanz-Check: Ist es wirklich so wichtig? Ich muss mich oft fragen: lohnt es sich, dass ich mich darüber jetzt aufrege? Oft sind es ja nur Kleinigkeiten im Alltag… Ich war letzte Woche zum Beispiel unzählige Male genervt davon, dass das Maibrüderchen ständig (!) unseren Staubsaugerroboter angeschaltet hat – obwohl ich ihm schon oft gesagt habe, dass ich das nicht möchte. Nachdem ich mich also 25 Mal aufgeregt habe und kurz davor war, wirklich wütend zu werden, habe ich den Staubsauger einfach auf ein Regal gestellt. Da kommt der Kleine nicht ran. Problem erst mal gelöst. Irgendwann findet er den Roboter sicher nicht mehr so spannend… Anderes Beispiel: wir bekommen gleich Besuch und kurz vorher sauen die Kinder die Küchenfensterscheibe komplett ein. Ich könnte jetzt wütend werden, weil das doch wirklich nicht sein muss! Oder ich frage mich: ist das jetzt wirklich so wichtig? Holen wir ein paar Lappen und eine Sprühflasche und putzen die Scheibe gemeinsam. Der Konflikt wurde schon im Entstehen förmlich weggeputzt.
  • Den Kindern Zeit geben. Unter Zeitdruck entstehen (bei uns) die meisten Konflikte. Kein Kind möchte sich beeilen, schnell anziehen, zum Kindergarten hetzen, sofort etwas aufräumen etc. Mir hilft es bei der Konfliktvermeidung, für alles sehr viel Zeit einzuplanen und die Kinder möglichst selten unter Zeitdruck zu setzen. Auch beim Aufräumen hilft das Prinzip “Zeit geben” uns manchmal (nicht immer…). Wenn ich das Frollein zum Beispiel bitte, die Kostümkiste wieder einzuräumen, hat sie meistens keine Lust, keine Zeit oder ist gerade in dem Moment furchtbar müde. Dann biete ich ihr an, dass sie es nicht sofort machen muss, sondern sich einen passenden Zeitpunkt aussuchen kann. Dann sage ich “Dann räum es bitte auf, bis wir Abendbrot essen” oder “…bis du ins Bett gehst”
  • Die Kinder, ihre Bedürfnisse und ihren eigenen Willen respektieren. Ich lasse -wenn möglich – unsere Kinder oft selbst entscheiden. Sie akzeptieren dann deutlich besser, wenn ich als Mutter auch Entscheidungen für sie treffe. Heute Morgen zum Beispiel wollte das Frollein ihre Winterjacke nicht anziehen. Ich habe ihr dann angeboten, dass sie sich Schuhe aussuchen darf, die ihr gefallen und ich entscheide, welche Jacke sie trägt. Das war für sie okay. Letzte Woche war sie zu einem Kindergeburtstag eingeladen, meinte aber morgens zu mir, sie wolle nicht hingehen. Ich habe ihr dann zugehört und mein Verständnis geäußert. Ihr dann aber erklärt, dass das Geburtstagskind sicher enttäuscht wäre, weil wir ja zugesagt und schon ein Geschenk besorgt haben. Ich habe ihr also vorgeschlagen, zusammen hinzugehen und dann sofort die Party zu verlassen, wenn sie keine Lust mehr hat. So hat es gut funktioniert! Mit Respekt lassen sich viele Situationen konfliktfrei lösen.
  • Die eigenen Bedürfnisse erkennen und kommunizieren. Klassische Situation bei uns: ich sitze mit meinem Mann noch länger am Frühstücks- oder Abendbrottisch und unterhalte mich mit ihm. Trinke noch einen Kaffee mit ihm. Und ständig wollen die Kinder was von mir, wollen auf meinen Schoß, auf meinen Rücken klettern, brauchen dringend meine Hilfe bei irgendwas und rufen zum 500. Mal am Tag “Mamiiiiiii!”… dann merke ich, wie genervt ich davon bin und eigentlich “Jetzt reicht’s aber! Seht ihr denn nicht, dass ich versuche, mit eurem Papa zu sprechen??” rufen möchte. Mir ist aber klar, dass sie das nicht wissen können. Sie können meine Bedürfnisse nicht “riechen”, ich muss sie ihnen erklären. Also sage ich ihnen, dass ich gerade mit ihrem Papa rede – denn mit dem habe ich an dem Tag noch nicht so viel Zeit verbracht wie mit ihnen – und dabei meinen Kaffee trinken möchte. Ohne Kind auf dem Schoß, denn das ist mir jetzt einfach zu eng. Ich verspreche ihnen dann, dass ich mich in einer Viertelstunde um sie kümmere, ihnen was vorlese oder was auch immer.
  • Erklären, erklären, erklären. Meine Kinder akzeptieren eine Entscheidung von mir deutlich besser, wenn ich ihnen eine verständliche Erklärung mitliefere. Meiner Meinung nach kann man so zahlreiche Konflikte verhindern. Beispiel: Wir sind auf dem Spielplatz und ich sage “Kommt Kinder, wir gehen jetzt nach Hause!” Die Große will aber nicht, möchte noch spielen, rennt weinend weg, meckert wegen meiner Entscheidung und versteht sie nicht. Es ist für sie ein großer Unterschied, wenn ich sage “Kommt Kinder, wir gehen jetzt nach Hause, denn a) ich muss wirklich mal zur Toilette ODER b) dein Bruder hat Hunger ODER c) es wird in 10 Minuten dunkel ODER d) wir haben Oma versprochen, dass wir sie am Nachmittag anrufen”
  • Sich in das Kind, den “Empfänger” hineinversetzen. Wenn ich doch mal eins meiner Kinder angeschrien habe oder wütend die Tür zu seinem Zimmer zugezogen und es dort allein zurückgelassen habe, dann frage ich mich, wie ich mich in der Situation fühlen würde. Wie ich mit den Tränen kämpfen müsste, wenn mich mein Mann oder meine Chefin oder wer auch immer anschreien würde. Wie traurig ich wäre, wenn jemand mitten im Konflikt einfach weggehen würde, mich allein ließe und die Tür zwischen uns schließt… daran versuche ich mich dann beim nächsten Mal zu erinnern.

Habt ihr noch Ideen oder Tipps, wie man Alltagskonflikte gewaltfrei lösen kann?

Ich hoffe, dass sich auch andere Eltern-Blogger zu diesem Thema äußern. Familienbegleiterin Susanne Mierau hat dazu in ihrem Blog Geborgen Wachsen aufgerufen. Lassen wir die Welt wissen: Es geht auch anders! Gewalt gegen Kinder darf nicht sein!