1000 Fragen an mich selbst – #1

Die Reise zu mir selbst in 1000 Fragen (20 pro Woche)

Ich werde in zehn Tagen 37 Jahre alt. Das klingt deutlich älter als ich mich fühle (war ich nicht eben noch 18?). Manchmal denke ich, ich bin in meine Rolle als Erwachsene noch gar nicht richtig reingewachsen. Noch gar nicht im “groß sein” angekommen. Kenne ich die Midlife-Karen eigentlich schon? Ist sie vielleicht seit vielen Jahren mit einer dicken Schicht “Mama-Sein” abgedeckt? Die Zeit des Abschminken ist gekommen und ich bin gespannt auf 1000 Fragen und 1000 Antworten. Vielen Dank an Johanna von Pinkepank für die Idee!

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Gestern habe ich zum ersten Mal eine Bahnfahrkarte für die erste Klasse gebucht. Für mich ganz allein – das fühlte sich unheimlich erwachsen an!
  2. Mit wem verstehst du dich am besten? Ich verstehe mich wirklich hervorragend mit meinem Mann. Ganz ehrlich. Mit einer alten Schulfreundin verstehe ich mich auch sehr gut. Beide Beziehungen und die Arten des “Verstehens” sind natürlich sehr verschieden und schwer zu vergleichen…
  3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Mit Wäsche. Schmutzige Wäsche, saubere Wäsche, gefaltete Wäsche… es ist schade um die Zeit!
  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Über keine. Ich mag keine Witze (ich kann auch keine erzählen). Ich lache aber wirklich sehr über “Friends”!
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Ja. Ich erinnere mich an ein Mitarbeitergespräch, bei dem ich weinen musste. Und an eine sehr schlechte mündliche Zwischenprüfung an der Uni, bei der ich auch weinen musste. War alles nicht schön… da weine ich lieber im Kino, da fällt das nicht so auf (es sei denn, es läuft “Unterwegs nach Cold Mountain” – da habe ich auch nach dem Filmende noch lange lange weitergeheult.).
  6. Woraus besteht dein Frühstück? Banane, Milch, Joghurt und Müsli. Oder irgendwelche Getreideflakes. Und 2-3 Tassen Kaffee mit einem Schuss Milch.
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Dem jüngsten Kind, das ging eben als letztes ins Bett.
  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Oh Gott, in sehr vielen! Wir haben breite Hüften und feines Haar. Wir essen gerne Süßes und schwärmen für Männer mit tollen dunklen Haaren. Wir singen gerne, auch im Chor. Wir sind bescheiden und brauchen weder Luxus noch Statussymbole. Wir sind immer davon überzeugt, dass wir alles schaffen können – wenn wir es wollen und kämpfen.
  9. Was machst du morgens als erstes? Brille aufsetzen.
  10. Kannst du gut vorlesen? Ja, ich finde schon.
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Ich habe nie an den Weihnachtsmann geglaubt. Bei uns brachte das Christkind die Geschenke.
  12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Einen Burberry Trenchcoat. Und eine Vespa.
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Ich wäre vielleicht gern ein bisschen temperamentvoller, ein bisschen lustiger. Modischer wäre auch toll. Vielleicht ein klitzekleines bisschen exzentrisch?
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Gilmore Girls.
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Oha. Ich war während des Studiums mal im Phantasialand. Das ist aber sicher schon 15 Jahre her. Ich korrigiere: Freundinnen haben mich bei Facebook darauf hingewiesen, dass ich im vergangenen Sommer mit den Kindern im Potts Park war. Stimmt ja!
  16. Wie alt möchtest du gerne werden? 85.
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An vier Wochen Roadtrip alleine durch New England, USA. Ich hatte gerade mein Studium abgeschlossen, war Single, hörte im Auto Elvis und Bob Seger rauf und runter. So frei, jung und unbeschwert werde ich nie wieder sein – daher die Wehmut. 
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Puh, schwierig. Mein letzter Liebeskummer liegt eine ganze Weile zurück. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Liebeskummer mit 15/16 – da fühlte ich mich gekränkt und betrogen. Und ich war unheimlich sauer, vielleicht war sogar eine Spur Hass dabei. Legte sich dann aber schnell, heute mögen wir uns gerne ;-)
  19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Nein. Aber manchmal fehlt mir mein Mädchenname (Wiborg) ein bisschen. Da hing halt schon ein bisschen eigene Identität dran.
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Als ich mir am Abend vor der Taufe unseres Sohnes meine damals ohnehin schon sehr kurzen Haare selbst ein bisschen nachschneiden wollte. Ich schnitt mir eine blöde Stufe am Hinterkopf ins Haar und schnippelte dann so lange verzweifelt weiter, bis ich so dermaßen kurze Haare hatte, dass ich am liebsten mit Mütze in die Kirche gegangen wäre.
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Schnipp, schnapp – so kurz wurde mein Haar unbeabsicht (Frage 20)

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